Baobab - der exotische Affenbrotbaum

Den Baobab nennt man auf deutsch meist “Affenbrotbaum”, warum das so ist, ist eine gute Frage.

Der Name Baobab leitet sich eigentlich vom arabischen Begriff “bu hibab” ab, das heißt “Frucht mit vielen Samen”.

 

Allgemeine Infos

Baobab heißt auf Latein Adansonia digitata, nach dem französischen Naturforscher Michel Adanson, der als europäischer Entdecker des Baumes gilt und im 18. Jahrhundert den ersten botanischen Garten Senegals anlegte.

Der Affenbrotbaum hat einen kurzen, sehr dicken Stamm und wilde, fast struppige Äste.

In Ostafrika ist ein flaschenförmiger Stamm verbreitet.

Der Stamm ist häufig tief gefurcht und hat eine sehr dicke Rinde, sodass er kleinere Waldbrände unbeschadet überstehen kann. Im Frühsommer entwickelt der Baum glänzend grüne Blätter und kurz darauf entstehen die sehr großen (ca. 12cm), wachsweißen Blüten. Diese sehen zwar interessant aus, riechen für den Menschen jedoch leider ziemlich unangenehm. Sie ziehen Flughunde, verschiedene Nachtfalter und diverse andere Tiere zur Bestäubung an.

Im Durchschnitt wird ein Baobab bis zu 400 Jahre alt, ein spezieller Baum ließ sich nach Untersuchungen auf 1000 Jahre schätzen. Forscher gehen davon aus, dass Baobabs bis zu 2000 Jahre alt werden können.

Verschiedene Tiere nutzen den Affenbrotbaum. Elefanten zb kauen auf den feuchten Fasern der Stämme des Baumes herum, um Wasser zu speichern. Unzertrennliche (so nennt man eine Papageienart, die ihr Leben mit dem selben Partner verbringt) nutzen die Äste zum Brüten und Paviane und Antilopen ernähren sich von den Früchten des Baums.

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Ist Baobab gesund?

In der afrikanischen Volksmedizin wird der Baobab für alle möglichen Zwecke eingesetzt. Die Früchte sollen bei Infektionen helfen und werden zb auch bei Pocken eingesetzt. Die Blätter helfen bei Magen-und-Darm-Entzündungen, Ruhr oder Koliken. Die Samen benutzt man bei Zahnschmerzen, Leberinfektion und Malaria-Erkrankungen.

Die Einnahme von Affenbrotbaumpulver soll sogar das Reizdarmsyndrom linden können und  ein Mittel gegen Arthrose soll die Blütenessenz des Baobab sein. Die Früchte des Baobab sind reich an Vitamin C, B und Kalzium.

 

Kulinarisches

Das Fruchtfleisch des Baobab wird getrocknet und entweder unverarbeitet gegessen oder in Milch und Breie gemischt. Das Baobabpulver dient zum Andicken von Suppen und die Samen werden geröstet oder zerstäubt und als Gewürz verwendet. Die Blätter werden als Gemüse zubereitet und ähnlich wie Spinat gegessen. In Nigeria nennt man die Blätter kuka.

Kuka-Suppe ist eine Spezialität des Landes. 

Aus Baobab kann man auch Tee machen.

 

Eignet sich Baobab für Kosmetik?

Das Öl des Baobab ist wunderbar für kosmetische Zwecke einzusetzen. Es ist feuchtigkeitsspendend, beruhigt die Haut und macht sie geschmeidig. Bei trockener und strapazierter Haut ist das Öl sehr gut zu verwenden. Es hilft bei Ekzemen, Mitessern und anderen Hautkrankheiten. In der afrikanischen Volksmedizin wird es auch gegen Verbrennungen, Hautkrebs, Schuppengeflechten und vielem mehr eingesetzt.

In der EU ist es allerdings bisher nur als Kosmetik-Öl zugelassen.

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Afrikanische Legenden besagen, dass der Teufel den Baobab aus der Erde gerissen und verkehrt herum wieder hineingesteckt haben soll und erklären sich so seine struppigen Äste.

Der Baobab ist uns in Deutschland eher selten ein Begriff und das ist sehr schade, denn der Baum birgt lauter kleine Wunder. Man kann seine Bestandteile essen, sich mit seinem Öl pflegen, aus seinem Material Kleidung, Schmuck, Seile, Matten, Hüte und weiteres herstellen oder sich in seinem Schatten ausruhen.

In Afrika werden Baobabs als Lebensbäume betrachtet, ihre hohlen Stämme werden sogar als Grabstätte genutzt.

Ein Dorf bildet sich oft um einen Affenbrotbaum und zieht weiter, wenn er stirbt.

 

Tags: Samen

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  • toll

    Baobab ist echt toll und dieses Foto gefällt mir !

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