Schwarzer Tee und wofür er alles gut ist

Was ist Schwarzer Tee?

Schwarzer Tee, Grüner Tee, Weißer Tee – hier handelt es sich um verschiedene Teesorten, das weiß eigentlich jeder. Der gemeine Mensch/der Otto Normalverbraucher, stellt es sich logischerweise so vor, dass alle diese Sorten von unterschiedlichen Teepflanzen stammen. Weit gefehlt, es verhält sich ein bisschen wie mit den verschiedenfarbigen Paprikaschoten. Die grüne Paprika hat eine kürzere Reifezeit und wird einfach früher als die gelbe und die rote Paprikaschote geerntet. Und beim Tee ist es ein bisschen ähnlich. 

Es gibt im Grunde nur eine ursprüngliche Teepflanze, die „Camellia sinensis“ (neben diversen Kreuzungen). Diese kultivierte Pflanze existiert in zwei Sorten, Varietäten nennt man das auch. Eine der Sorten bringt einen sehr aromatischen, helleren Tee hervor, die andere einen dunkleren und sehr kräftigen Tee. 

Die Teepflanze ist das ganze Jahr über grün, als immergrüner Strauch oder kleiner Baum; die Gewächse sind meist zwischen einem und fünf Metern hoch. 

Abhängig vom Anbaugebiet wird während der ganzen Wachstumsphase alle paar Tage Tee abgeerntet. Qualitätstees werden auch heutzutage noch von Hand gepflückt, und bei echten Spitzentees ist das sehr viel Arbeit. Immerhin werden nur die Knospen der Triebe mit zwei Blättern gepflückt. Um 1 kg Schwarztee herstellen zu können, müssen ungefähr 8 kg Teeblätter geerntet sein.  

Für einen Grünen Tee werden die gleichen Pflanzen abgeerntet wie für einen Schwarztee. In den meisten Anbaugebieten liegen Spezialisierungen auf die eine oder die andere Sorte vor. Der Schwarze Tee kommt vielfach aus Sri Lanka, dem ehemaligen Ceylon, aus Indien afrikanischen Ländern und Südamerika. Hier überwiegt der Anbau des Schwarztees. In China und Japan hingegen wird grüner Tee produziert; in Japan sogar ausschließlich. 

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Interessant sind die Erntezeiten des Tees, sie unterscheiden sich und mit den gepflückten Blättern wird anders verfahren. Schwarzer Tee ist demnach eine Variante von Tee. Bei der Schwarztee-Variante werden die frischen Teeblätter zur Trocknung unter ausreichend Luftzufuhr in so genannte Weidekörbe gelegt. Sind die Blätter welk geworden, können die ätherischen Öle freigesetzt werden. Das geschieht durch einfaches Rollen, in der Regel mit Maschinen. Die Bewegung bricht die Zellwände der Blätter auf ohne sie gänzlich zu zerstören. Es folgt die Oxidation an feuchtwarmer Luft mit konstanter Temperatur von 30 °C, ein Vorgang, der den Schwarztee wesentlich von der Herstellung des Grünen Tees unterscheidet. Nur so entfalten sich die erwähnten ätherischen Öle der Teeblätter, die dem Tee ihr unverwechselbares Aroma geben. Die Oxidation in der Herstellung des Schwarztees dauert so lange, bis die Blätter einen kupferroten Farbton angenommen haben. Um die Inhaltsstoffe und den Geschmack zu konservieren, werden direkt im Anschluß an das Oxidationsverfahren die Blätter getrocknet, ca. 20 Minuten bei 85 °C Temperatur. 

Ein letzter Arbeitsschritt ist die Sortierung. Die Teeblätter wurden zuvor ja in verschieden große Teile gebrochen. Der Größe nach werden sie nun für verschiedene Tees sortiert, die im Handel als Blatttees, Borken Tees und so genannte Fannings vertrieben werden. Für Blatttees werden zumindest per Definition jene Teeblätter verwendet, die ausschließlich von Hand gepflückt worden. Meistens wird in den Herstellerinformationen nicht zwischen Blatt- und Broken Tee unterschieden. Somit kann es sein, dass man einen „Blatttee“ kauft, der nicht von Hand gepflückt wurde, aber der nur die Blattstücke enthält, die als große Blattteile und nicht als Broken- oder Fanning-Teile sortiert wurden.  

Mit Fanning sind jene Teile der Teeblätter gemeint, die klein und ca. 1mm groß sind. Diese so genannten Restpartikel der gebrochenen Teeblätter werden für Teebeutel/Aufgussbeutel verwendet. Immer wieder ist die Frage oder Aussage zu hören, dass für Teebeutel mindere Qualitäten verwendet werden. Nun gut, darüber muss sich jeder seine eigene Meinung bilden, aber das beschriebene Herstellungsverfahren zeigt doch eigentlich, dass jede Teesorte, von der gleiche Pflanze, auf gleiche Art geerntet und auf ein und die selbe Weise verarbeitet wurde. Einzig die Größe der Blattteile ist verschieden. Hier ist es sicherlich Geschmacksache, wie man seinen Tee aufbrüht. 


Wie wird Schwarzer Tee richtig aufgebrüht?

Zuerst einmal gilt, die Zubereitung von Schwarzem Tee beziehungsweise von Tee an sich ist eher simpel. 

Dennoch gilt, ein falsch zubereiteter Tee schmeckt einfach nicht, vielleicht ist er sogar ungenießbar. Es ist hilfreich ein paar allgemeine Dinge zu wissen und zu befolgen, was die Teezubereitung angeht.

Steht ein Zubereitungshinweise hinsichtlich Wassertemperatur und Ziehzeit auf der Verpackung eueres Tees, ganz gleich ob Blatttee oder Aufgussbeutel, befolgt die Anweisungen. Es ist nicht schlimm, wenn anstatt 5 Minuten Ziehzeit ihr euren Tee 6 Minuten ziehen lasst, vielleicht schmeckt er euch ja sogar besser so – das sind Dinge, die jeder für sich selber ein wenig austesten muss, Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und die Größen unserer Teetassen sicherlich auch. 

Für jeden Tee gilt, je länger er zieht, desto intensiver ist der Geschmack. Ein Schwarztee, den man anstatt  3 oder 5 Minuten 20 Minuten ziehen lässt, wird nicht mehr gut schmecken, er ist bitter, bitter und nochmals bitter. 

Eine Art Faustregel für Schwarzen Tee ist, dass er mindestens 2-3 Minuten ziehen sollte, ansonsten verpasst ihr die anregende Wirkung des Schwarztees.

Natürlich beeinflusst auch die Teemenge die Geschmacksintensität. Für ein Tasse Tee nimmt man in der Regeln einen Teebeutel, die Produktion hat dem Endverbraucher hier schon die Portionierung abgenommen. Packt ihr 3 Beutel Tee in eine Tasse und lasst ihn nach Vorschrift ziehen, wird er wahrscheinlich dennoch sehr oder zu stark schmecken.

Bei losem Tee ist bei der Portionierung  zu bedenken, je größer die Menge des Tees, desto stärker wird er. 

Oftmals könnt ihr bedenkenlos euren Tee mit kochendem Wasser aufbrühen. Bei Schwarzem Tee ist das genau richtig so, wollt ihr Grünen Tee zubereiten, müsst ihr genauer auf die Wassertemperatur achten (das gekochte Wasser muss etwas runter kühlen)

Ein frischer Tee schmeckt meist sehr gut, achtet doch einfach beimTeekauf auf das Erntedatum, das auf der Packung steht.

 Ist Schwarzer Tee gleich Schwarzer Tee?

Ja! Aber es gibt  unterschiedliche Schwarzteesorten, die unterschiedliche Aromen und Geschmäcker haben können. 

Stellt man sich mal vor ein konventionelles Teeregal, zum Beispiel im dm-Markt, dann steht dort auf der eine Verpackung Earl Grey, auf der anderen Darjeeling oder Ceylon, und alle sind  Schwarztees. Bei einige Sorten verrät der Name des Tees, das es sich um  Anbaugebiete handeln muss; Ceylon ist das heute Sri Lanka, also ein geographischer Ort/Gegend, ebenso ist Darjeeling nicht bloß ein Tee, sondern eine Gegend, ein Distirkt in Indien. Und Earl Grey? Ist das eine Ort oder gar ein Land? 

Was ist eigentlich ein Earl Grey Tee?

Vorweg, Earl Grey ist keine geographische Bezeichnung, sondern ein Schwarzer Tee. Einigen wird der feine leicht herben Geschmack bekannt sein, der so typisch für den Earl Grey Tee ist. Eben dieser Geschmack, macht den Earl Grey zum Schwarz Tee-Klassiker.

Die leichte Zitrusnote entsteht durch Zugabe von Bergamottöl. Das verleiht dem an sich herben Aroma des Schwarzen Tees eine sehr sanfte weiche Note, was den Nachgang des Tees gefälliger macht. Das meint, der Tee hinterlässt einen angenehmen und leichten Geschmack im Mund.

Die Namensgebung dieses Tees lässt sich mit der  Entstehungsgeschichte oder aber Legende des Earl Greys klären.

Einem einstiger Earl namens Grey wird nachgesagt, die Teesorte erfunden oder entdeckt zu haben. 1833 reiste laut dieser Geschichte ein Earl Grey mit einem Schiff von China nach England, wo er lebte und Premierminister war. Geladen war auf dem Schiff Schwarztee und Bergamottöl. Während der Überfahrt zurück ins Heimatland kam ein Sturm auf und die Ladung wurde stark durcheinander gewirbelt unter Deck; Tee und  Bergamottöl vermischten sich. Die Ladung schien zerstört, doch der Earl Grey befand, dass die Güter viel zu teuer seien, um sie sofort aufzugeben. Er ließ einen Tee aus diesem Gemisch aufbrühen, der vorzüglich schmeckte - ein Schwarztee mit Bergamottöl und Zitrusgeschmack ward kreiert und erfunden. Der Eral Grey schenkte dem neuen Getränk seinen Namen, zumindest der Legende nach.

Auch heute  besteht  Earl Grey aus Schwarzem Tee und Bergamottöl. Es ist nicht zwingend, dass der Tee aus China kommt. Es muss bloß ein guter Schwarztee sein. 

Was ist Ceylon Tee für ein Schwazer Tee?

Ceylon Tee ist  wie der Earl Grey ein Klassiker unter den Schwarztees. Sein Geschmack ist herb, würzig und sehr kräftig. 

Wie der Name vermuten lässt, stammt Ceylon Tee aus Ceylon. Natürlich gibt es Ceylon so nicht mehr, beziehungsweise heißt das einstige Ceylon heute Sri Lanka. In Sri Lanka wird viel Tee angebaut, das Land gehört zu den größten Teeanbaugebieten der Welt. Aus Zufall oder besser gesagt aus höherer Gewalt kam es in Ceylon zum Teeanbau. Nach einem Pilzbefall kam die Kaffeeproduktion zum Erliegen, ersatzweise wurde nun Tee angebaut. Die Ernten waren erfolgreich und fanden ihren Weg in alle Teile er Welt, erst einmal vornehmlich in das britische Empire. Ceylon Tee wird auch heute noch für viele englische Teemischungen verwendet. 

Außerdem ist Ceylon Tee sehr robuster Tee, er ist sehr unempfindlich gegenüber Wasser. Das ist praktisch, wenn der Tee mit stark kalkhaltiges Wasser aufgebrüht wird, der Kalk kann das das Aroma des Ceylon Tees nicht so leicht zerstören.

Ist Schwarzer Tee ungesund oder gesund?

Wie alles, sollte Schwarztee in Maßen und natürlich im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung getrunken werden. Schwarztee, wenn nicht übermässig konsumiert oder zu hoch dosiert, wirkt durchblutungsfördernd insofern, als dass die Gefäße erweitert werden. Ein gut durchbluteter Körper fördert Konzentration und Leistung. Grund für die geöffneten Gefäße ist der Koffeinanteil im Schwarzen Tee.

Ja - Tee enthält Koffein, so wie Kaffee. Zumindest ein bisschen wie Kaffee, denn der Koffeinanteil im Tee ist niedriger. Lange Zeit wurde das Koffein im Tee als Teein bezeichnet, zur  angeblich besseren Abgrenzung zum Koffein im Kaffee. Der Koffeinanteil im Tee wird langsamer vom Körper aufgenommen, was an den Gerbstoffen liegt, an die das Koffein des Tees gebunden ist. Die Koffeinwirkung, als die anregende Wirkung des Tees, hält länger an als nach dem Genuss von Kaffee.

Die Deutscher Gesellschaft für Ernährung hält Tee und Kaffee für gut geeignete  Durstlöscher, längst werden diese Getränke nicht mehr als Flüssigkeitsräuber beschimpft (das gilt natürlich nur, wenn in Maßen konsumiert wird.) Es wird empfohlen, nicht mehr als 4 bis 5 Tassen Tee oder Kaffee pro Tag zu trinken. 

Schwarzer Tee in großen Mengen konsumiert, kann Kopfschmerzen, Leistungsschwächen und Schlafstörungen bewirken. Bei empfindlichem Magen kann schwarzer Tee die Magenschleimhaut zusätzlich reizen.

Zu Schwarzem Tee gibt es viele Studien, die Ergebnisse reichen von Aussagen über, er ist gut für das Immunsystem, bishin dazu, dass Mund- und Zahnhygiene verbessert werden. Der hohe Fluorgehalt habe eine antibakterielle Wirkung und Zahnschmelz sei stärker vor Säuren geschützt. Hier scheiden sich die Geister. Immer wieder hört man nämlich auch, Schwarztee sei schlecht für die Zähne. Aus kosmetischer Sicht stimmt das wahrscheinlich sogar, denn regelmässiger Verzehr von Schwarztee verfärbt Zähne leicht gelb. Aber dagegen kann man was tun - regelmässiges Zähne putzen und Besuche beim Zahnarzt!

Ein gut bzw. lange gezogener Schwarztee wird in manchen Kulturen zur Linderung von Husten und entzündeten Schleimhäuten eingesetzt – doch Vorsicht,  denn lange gezogener schwarzer Tee belastet v.a. bei häufiger Anwendung den Magen und Darm und zudem schmeckt er verdammt bitter. 

Soll ich Tee besser zum Essen trinken?

Wir haben alle unsere Vorlieben, aber Schwarzer Tee sollte besser zwischen den Mahlzeiten getrunken werden. Die Inhaltsstoffe des Tees verbinden sich mit dem Eisen der Nahrung und die Eisenaufnahme können dadurch beeinträchtigt werden.

 

 

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