Borretsch (Gurkenkraut)

Borretsch wird auch als Gurkenkraut oder Kukumerkraut bezeichnet. Eigentlich ist es eine Pflanze der Familie der sogenannten Raublattgewächse. Seit dem Mittelalter wird Borretsch als Gewürz- und Heilpflanze verwendet.

Der Name "Gurkenkraut" entstand durch den an Gurken erinnernden Geschmack der Borretschblätter. Weitere im Volksmund verwendete Bezeichnungen sind Herzfreude, Blauhimmelstern oder Liebäuglein.

Borretsch hat dunkelgrüne Blätter und Blüten, die anfangs rosafarben und später leuchtend Blau sind.

Ursprünglich kommt die Pflanze aus dem Mittelmeergebiet, von dort hat sie sich nach Europa und Nordamerika verbreitet. Als wildes "Unkraut" findet sie sich hin und wieder frei wachsend in Gärten. Sie ist außerdem fester Bestandteil von angelegten Kräutergärten.

Ein häufiger Genuss von Borretschblättern und -blüten wirkt sich nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung negativ auf die Leber aus, daher ist er nicht zu empfehlen. Die sogenannten Pyrrolizidinalalkaloide, die als Schutz vor Feinden natürlich in Borretsch enthalten sind, sind in hohen Dosen giftig, deswegen sollte man sie auf keinen Fall in großen Mengen in Essen oder zb Smoothies mischen! Selbst beim Kochen werden sie nicht zerstört. 

Gelegentlichem Verzehr steht allerdings nichts im Weg. Im Gegenteil - Borretsch wird seit dem Mittelalter als Heilpflanze verwendet. Die Blüten helfen bei Fieber, Verschleimung der Atemwege, Durchfall und Entzündungen. Borretschsamenöl wird gegen Neurodermitis eingesetzt. 

Schwangere, Stillende und Kinder sollten aber vorsichtshalber trotzdem lieber auf Borretsch verzichten. 

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Borretsch scheint im Mittelalter als eine Art allgemeiner Stimmungsaufheller eingesetzt worden zu sein. John Gerard schrieb 1597 in The Herball and General Historie of Plantes:

Heute tun die Menschen die Blüten in den Salat, um sich fröhlich zu stimmen und die Laune zu verbessern. Vieles kann man aus der Pflanze machen, was das Herz erleichtert, die Sorgen vertreibt und den Geist erhebt. Die Blätter des Borretsch, im Wein zu sich genommen, machen Männer und Frauen froh und glücklich, vertreiben Trauer, Langeweile und Melancholie, das haben bereits Dioskorides und Plinius bestätigt. Sirup aus Borretschblüten ist gut für das Herz, lässt die Melancholie vergehen und beruhigt die Verrückten.

Die Blätter des Borretsch werden für Salate und Suppen verwendet. Borretsch ist eines der sieben Kräuter der berühmten Frankfurter Grünen Soße. In Hessen wird Borretsch auf regionalen Wochenmärkten verkauft.

Die blauen Blüten des Borretsch sind ebenfalls essbar.

Sie haben einen süßlichen Geschmack und werden als Garnitur für Salate benutzt. Häufig werden Borretschblüten auch in der kandierten Form als Süßigkeit verkauft. Im Iran macht man aus Borretschblüten einen tief lilafarbenen Tee (Gole Gaw Zabun), der gegen Erkältung und Husten helfen soll und außerdem beruhigend wirkt. 

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