Teebaumöl - Ein altes Naturheilmittel aus Australien

Teebaumöl wird aus den Blättern und Zweigen des Australischen Teebaums (dieses nennt man dann explizit Australisches Teebaumöl) oder aus anderen Teebaum-Arten gewonnen.

Die Ureinwohner Australiens, Aborigines genannt, benutzten seit jeher die Blätter des Teebaums bei Erkrankungen. Sie inhalierten den Dampf der in Wasser gekochten Blätter oder tranken den Sud. Auch als Wundauflage wurden die Blätter eingesetzt.

Eine Legende besagt, dass die Aborigines eines Tages zu hygienischen Zwecken in einen See stiegen, dessen Wasser wie Tee bräunlich gefärbt war. Bald darauf waren all ihre Beschwerden verschwunden. Man vermutet, dass die rings um den See wachsenden Teebäume, deren Blätter in den See fielen, für diese heilende Wirkung verantwortlich sind.

Seit 1925 wird Teebaumöl in Massen produziert. Aufgrund seiner antiseptischen Eigenschaften wurde es als Standardantiseptikum für Operationen, besonders im Mundraum, eingesetzt.

Während des Zweiten Weltkrieges gehörte Teebaumöl zur Grundausstattung aller in den Tropen stationierten australischen Truppen. Es besitzt entzündungshemmende Wirkstoffe und kann als eine Art natürliches Medikament verwendet werden.

 

Teebaumöl wurde durch Penicillin abgelöst

Ende der 1940er Jahre wurde Teebaumöl durch Penicillin und andere Antibiotika abgelöst.

Penicillin (1928 per Zufall von Alexander Fleming entdeckt)  erfreute sich schnell großer Beliebtheit, da es bislang das einzige Mittel war, das Bakterien tötete und somit effektiv gegen Hirnhautentzündung, Blutvergiftung, Gonorrhoe und vor allem bei Wundinfektionen eingesetzt werden konnte. Es wurde zu einer Art Wundermedikament, auf Werbetafeln sah man beispielsweise verwundete Soldaten, über deren Köpfen der Spruch “Dank Penicillin kehrt er nach Hause zurück” prangte.

Teebaumöl verschwand demnach erstmal aus den Köpfen der Menschen und tauchte erst in den 1970er Jahren wieder auf. Was noch 30 Jahre vorher einfach immer allgemein benutzt wurde, wurde jetzt unter dem Label “Naturheilmittel” neu vermarktet. Die Zielgruppe hierbei stellten Leute dar, die sich - nach dem großen Hype  - wieder von chemischen Mitteln wie Penicillin ab- und mehr zur Natur hinwenden wollten.

Penicillin wurde nämlich leider immer öfter und auch immer mehr für unwichtige, kleinere Infektionen eingesetzt, für die es eigentlich gar nicht benötigt wird. Benutzt man es so, kann es zu Fällen kommen, bei denen das Immunsystem angegriffen wird oder der Körper sogar Resistenzen entwickelt. Genau davor hatte Alexander Fleming selbst gewarnt, als er 1945 den Nobelpreis für Medizin erhielt: "Wenn Du Penizillin nimmst - dann nimm genug davon." Soll heißen: Penicillin ist kein Medikament, welches man wie eine beliebige Kopfschmerztablette schnell einwerfen kann, um kurzfristig die Beschwerden loszuwerden, sondern es ist ein ernstzunehmendes Medikament, welches einer langfristigen Verabreichung (und nur bei bestimmten Krankheiten) bedarf.

Für kleinere Beschwerden kann man durchaus auch weiterhin zu Natur- und Hausmitteln wie Teebaumöl greifen. Diese muss man über einen längeren Zeitraum anwenden, da sie meistens nicht sofort wirken, haben aber auch keine besonderen negativen Auswirkungen auf das Immunsystem. Das Schlimmste, was einem mit Teebaumöl passieren kann, ist, dass es leichte Hautreizungen auslöst. Sollte man so etwas bei sich feststellen, ist es besser, sofort mit der Benutzung von Teebaumöl aufzuhören. 

 

Ist Teebaumöl gut für die Haut?

Auf jeden Fall. Teebaumöl hat fungizide (pilztötende) Eigenschaften und hilft somit zum Beispiel bei Fuß- oder Nagelpilz. Die Wirkungen des Öl gegen Viren, Pilze und Bakterien sind wissenschaftlich belegt und wurden in zahlreichen Studien untersucht.

Teebaumöl trocknet die Haut leicht aus und eignet sich daher auch hervorragend gegen Akne, da es Pickel austrocknet und ihnen noch dazu keinen weiteren Nährstoff gibt (Pickel mögen fettige Haut).

Teebaumöl kann man in Gesichtsmasken, Anti-Schuppen-Shampoos, Waschgels, Gesichtslotionen, Duschgels und vielen weiteren Kosmetikprodukten finden.

Es hat einen etwas eigenwilligen, recht starken Geruch, der aber nicht unangenehm ist. Allerdings kann man am Geruch immer feststellen, dass jemand Teebaumöl benutzt (vor allem, wenn man das reine Öl verwendet). Sollte man den Geruch nicht kennen, ist es ratsam, an einem Produkt erstmal zu riechen oder sich einfach darüber im Klaren zu sein, dass Teebaumöl kein geruchloses Mittel ist. Bei der Frage, ob Teebaumöl angenehm riecht, scheiden sich definitiv die Geister. Man hört immer wieder von Leuten, die den Geruch gar nicht mögen, andere hingegen empfinden ihn als nicht störend bis hin zu frisch oder sogar beruhigend.

Achtung: Teebaumöl kann Allergien auslösen und sollte daher erst einmal in der Reinform an einer kleinen Stelle der Haut vorsichtig getestet werden.

 

Teebaumöl für die Haare?

Ja, Teebaumöl hilft - wer hätte es gedacht - auch den Haaren!  Durch seine trocknende Eigenschaft wirkt es super bei fettigen Haaren. Es beruhigt die Kopfhaut, vermindert die Schuppenbildung und kann auch bei Milchschorf eingesetzt werden. Zudem regt Teebaumöl das Haarwachstum an. Haare werden nach der Behandlung mit Teebaumöl weicher und glänzender.

 

Teebaumöl gegen unangenehmen Schweißgeruch

Ein Geheimtipp ist Teebaumöl gegen Schweißgeruch, denn das Öl verhindert die Bakterienbildung, die für den fiesen Geruch zuständig ist.

Da das Öl wie zuvor erwähnt recht stark riecht, vermischt man es am Besten mit ein paar Tropfen Wasser und trägt das Gemisch unter den Achseln auf. Wem das zu umständlich ist: es gibt auch Deos mit Teebaumöl als Inhaltsstoff, die nicht zwangsläufig danach riechen müssen, aber denselben Zweck erfüllen.

 

Achtung: Teebaumöl ist giftig für Hauskatzen

Zum Schluss noch eine kleine Warnung: Falls ihr eine Katze habt, haltet das Teebaumöl besser von ihr fern. Katzen können ätherische Öle nicht verwerten. Diese lagern sich dann in ihren Organen ab und können zu Vergiftungen führen. Also besser das Öl einfach in einem Schrank oder an irgendeinem Ort aufheben, an den die Katze nicht kommt. 

Nach dem Benutzen von Kosmetikprodukten ist es zu empfehlen, sich erst die Hände zu waschen, bevor man die Katze anfasst. Durch ihren ausgeprägten Putztrieb gelangt das Öl vom Fell in den Organismus, daher sind Katzen viel stärker gefährdet als andere Tiere. 

 

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